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Zoo


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Zoo

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Zoo, 2.5 out of 10 based on 2 ratings
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5 Comments
  • Kobina Fish
    15. März 2010
    #1
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    Stelle man sich das Thema mal anders vor. Mit Menschen anstelle von Tieren. Hmmm, ja und? Zwei mündige Menschen, die Geschlechtsverkehr miteinander haben, was ist daran negativ oder polarisierend? Erstmal nichts. Versucht man, einen besseren Vergleich zu ziehen, kommt man nicht umhin, einen der beiden Akteure meinungs- und aktiv handlungsunfähig zu machen. Wohin führt das? Zu Menschen im Koma, körperlich/geistig Behinderten und anderen in ähnlicher Situation. Ist es dort in Ordnung, zu sagen, man pflege sie ja, also habe man auch das Recht, sich an ihnen zu befriedigen? Das Argument, das solche Menschen in anderen Regionen der Welt sich selbst, also dem Tod überlassen werden oder sie gar aktiv getötet werden – kann dies eine Fürsprache sein?

    Wäre es in Ordnung und vertretbar, wenn ein Pfleger oder Arzt mit Monica Lierhaus Geschlechtsverkehr gehabt hätte, in der Zeit, in der sie im künstlichen Koma lag? Hätten wir darüber negativ geurteilt, wenn ihr Lebensgefährte dies getan hätte, weil er sie so liebt?

    Ich weiß, daß zur Verdeutlichung die Nennung eines Namens in diesem Kontext mich nicht zwingend zu einem Sympathieträger macht, auch wenn Fr. Lierhaus sicherlich nicht im Entferntesten mit dieser Thematik zu tun hat. In diesem Fall sicherlich entschuldbar.
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  • M. Rieß
    15. März 2010
    #2
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    Ich kann mich der ersten Rezension (1 Stern) nur anschließen.
    Ich bin alles andere als intolerant und toleriere jegliche sexuelle Neigung zwischen Menschen, die im Einvernehmen und nicht unter Ausnutzung von Abhängigkeitsverhältnissen stehen, so toleriere ich zb. auch BDSM (Sadomasochismus).

    Sexuelle Handlungen des Menschen an Tieren stellen für mich aber einen Missbrauch dar. Das Tier wird dabei zum Objekt, dessen man sich bedient, um die eigenen Bedürfnisse zu befriedigen. Auch wenn dem Tier dabei nicht in jedem Fall nachweisbar Schmerzen, Leiden, Schäden oder Angst zugefügt werden, so handelt es sich um eine Missachtung der Würde und der Selbstbestimmung unserer Mitgeschöpfe, für die wir Verantwortung tragen und die der Situation hilf- und schutzlos ausgeliefert sind.

    Das Tier kann keine aktive Zustimmung zum Geschlechtsverkehr mit einem Menschen geben. Seine Situation kann mit der eines Kindes verglichen werden. Es lebt zudem in Abhängigkeit vom Menschen.
    Die körperliche Gegenwehr des Tieres im Eigeninteresse des Menschen durch gezielte Manipulationen (z. B. schon im Welpenalter) unterdrückt werden. Duldungs- und Kooperationsverhalten können – selbst bei objektiv vorhandenen Schmerzempfindungen – erlernt werden. Dies wird durch tierärztliche Erfahrungen eindeutig belegt. Doch die alleinige Kontrolle über die Situation, das heißt, das WER, WANN, WIE und WO der Handlung liegt beim Missbrauchenden. Er hat die vollständige Entscheidungsgewalt. Denn er selbst wählt das zu missbrauchende Tier, er entscheidet allein über den Zeitpunkt des Missbrauchs, bestimmt den Ort, an dem er stattfindet und entscheidet über die Sexpraktiken, die er vollziehen will.

    Tiere können im rechtlichen Sinn sexuellen Handlungen nicht zustimmen. Doch es ist diese Zustimmungsfähigkeit zu sexuellen Handlungen, die als fester Bestandteil unseres Rechtssystems auch die Werturteile unserer westlichen Kultur markiert. Rechtens sind sexuelle Handlungen zwischen Menschen, nur dann, wenn alle Beteiligten fähig sind, ihre ZUSTIMMUNG informiert und bewußt zu geben. So schreitet der Gesetzgeber beispielsweise bei sexuellen Übergriffen auf Psychotherapiepatienten durch den behandelnden Therapeuten, bei Strafgefangenen durch das Dienstpersonal oder bei Minderjährigen strafverhängend ein. Ein Tier, auf das der Missbrauchende seine sexuellen Bedürfnisse richtet, kann die möglichen Folgen (z. B. Genitalinfektionen, Erosionen der Schleimhäute etc. ), welche diese Handlungen haben können, geistig nicht abschätzen. Seine Unterlegenheit liefert es an den Missbrauchenden aus: es kann sich weder verbal äußern noch seine Interessen gerichtlich durchsetzen. In seiner abhängigen Position ist es vollständig auf die Deutungen seines non-verbalen Verhaltens durch den Menschen angewiesen. Die Ausbeutung dieser unterlegenen, abhängigen Position des Tieres macht den sexuellen Missbrauch zum Akt der Gewalt.

    Dass der sexuelle Missbrauch von Tieren nicht verboten ist und erst dann bestraft wird, wenn dem Tier erhebliche Schmerzen, Leiden oder Schäden zugefügt werden, ist ein unhaltbarer Zustand, der dringend der Änderung bedarf.
    Rating: 1 / 5

  • Claudandus
    15. März 2010
    #3
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    Nun endlich ist es so weit. Der von vielen sehnlichst erwartete Film „Zoo“ erschien in deutscher Sprachfassung in Deutschland. Die größte sorge blieb immer ob ein so heikles Thema, von einen „NICHT ZOO“ auch Art gerecht umzusetzen ist. Ich sah den Film jetzt zum zweiten mal und kann mit hundertprozentiger Sicherheit sagen JA.
    Der Film „KANN“ nicht jeden Menschen gefallen, er „WIRD“ mit Sicherheit nicht jeden Menschen gefallen, doch vor allen „WILL“ er auch nicht jeden gefallen.
    Die Mischung zwischen Spielfilm und Dokumentation, hat eine unglaublich fesselnde Art. Sowohl die Bilder als auch die Musik in den Film, schlisst ein in seinen Bann und lässt ein so schnell nicht wieder los. Die Art der Erzählung der ganzen Tragischen Story, wurde unglaublich gut umgesetzt und man wünscht sich nach den 72 Minuten einfach nur noch mehr. Doch was bekommt man zu sehen?!
    Der Film beschreibt, ein für viele Menschen, immer noch großes Tabu Thema. Es geht schlichtweg um Zoophilie, also der Liebe zum Tier.
    Die Hauptperson des Filmes, um den es im Grunde geht, aber des öfteren in den Hintergrund der Story gedrückt wird, um sehr gekonnt die Zoocommunity zu beschreiben, ist Mr. Hands. Er war ein normaler Mensch, geschieden, ein guter Vater, intelligent, hatte ein gutes Einkommen, machte einen guten Job und unterschied sich nur in einen Punkt von den meisten anderen Menschen. Er liebte ein Tier. Bei den versuch sich mit einen Hengst körperlich zu binden, trug er einen Bauchverletzung von, die ihn binnen kürzester Zeit innerlich Verbluten ließ. Die darauf von den Medien Zerrissene Story, führte dazu das in Washington der sexuelle Umgang mit Tieren verboten wurde.
    Doch wie „Zoo“ wunderschöne zeigt, geht es in Zoophilie, natürlich nicht um Sex „mit“, sondern der liebe „zum“ Tier. Es ist erschreckend wie Zoophilie, Jahrzehntelang mit Menschen befreundet sind und diese nach dem outen, dann plötzlich nichts weiter als kranke Sexmonster sind. Dies ist leider nicht nur in Amerika so, sondern geschieht auch täglich in Deutschland. Gerade bei uns, wo „anders“ immer gleich „gefährlich“ bedeutet. Bin ich den wirklich gleich ein schlechter Mensch nur weil ich ein Hund mehr liebe als Menschen?
    Was den Film besonders zu gute tut, ist das die meisten Zoos, die originalen Personen sind und nicht von irgendwelchen Schauspielen nachgemacht werden, die im Grunde eh nicht verstehen um was es wirklich gehen tut.
    Es gibt aber zwei Minuspunkte die jedoch an meiner Wertung nicht rütteln können. Zum einen hätte man sich wünschen können, das auch die anderen Zoogruppen Erwähnung finden. Es kommt ein, wenn man sich mit dem Thema nicht auskennt, so vor als ob es nur Pferdezoos gibt. Hunde-, Exklusiv-, Elite- oder andere Zoountergruppen werden nicht einmal erwähnt. Was jedoch auch den Rahmen des Films gesprengt und nicht wirklich zur Story gehört hätte. Ferner stört leider auch das in den Film immer wieder Sodomie statt Zoophilie übersetzt wurde, was ein großer unterschied ist, das seit 1969 das Zoo sein in Deutschland erlaubt ist und unter Sodomisten, Kinderschänder und Negroviele gehören. Wie hart diese falsche Unterordnung ist, wird ein erst bewusst, wen man sich im klaren ist, das vor nicht mal hundert Jahren auch der Sex mit, Schwarzen, Juden oder Gleichgeschlechtlichen als Sodomie zählte und Heute wird hoffentlich kein Mensch mehr den Fehler machen diese noch dazu zu zählen.
    Ein großes Problem ist, das der Film, in vielen Läden ausschließlich in der Pornoabteilung zu finden ist. Was natürlich völlig abwegig ist.
    Zum Schluss bleibt nur zu raten, das so viele wie möglich diese Perle des Films zu sehen bekommen, bevor er in den Regalen Kleinläden verschwindet und in Vergessenheit geraten tut.
    Vielleicht, bekommen bei einen großen Erfolg auch mal Internationale Regisseure den Mut, ein solches Thema aufzugreifen.
    Rating: 5 / 5

  • Didejo
    15. März 2010
    #4
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    Ich weiß nicht, ob man sich das vorstellen können muß, daß manche Personen Pferde sexuell lieben und somit mit ihnen Geschlechtsverkehr haben.

    Aber sehr interessant, daß sich der Regiseur hier halbdokumentarisch an diese Thema herangewagt hat.
    Rating: 4 / 5

  • O. Weber
    14. März 2010
    #5
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    Wenn Mr. Ed noch am Leben wäre, würde es Hufe hageln!!!
    Auf jeden Fall dreht er sich wohl jetzt im Grab!!!
    Aber mal Spaß beiseite: Wird ein Pferd gefragt, ob es in Gefangenschaft leben möchte?
    Wer hat sein Pferd schon mal gefragt, ob es geritten werden möchte?
    Bilden Sattel und Zaumzeug, vielleicht sogar Sporen und Peitsche, eine soziale Brücke zwischen dem Menschen und dem Pferd. Kann sich ein Pferd bewußt dafür entscheiden, einen lebenslangen, unbezahlten Job als Ackergaul anzunehmen?
    Auf mich wirkt die Empörung und die Hitze einiger Rezensionen hier ein wenig inkonsequent.
    Es sollte klar sein, dass unsere werten Nachbarn, also die Tiere, recht wenig Mitbestimmung und Handlungsspielraum haben. Vor allem im Zusammenleben mit uns Menschen. Verwechseln wir doch allzu oft Verantwortung mit Unterdrückung.
    Meine Wenigkeit symphatisiert nicht mit den Anhängern der Zoophilie. Ich versuche im direkten Umgang mit Tieren so respektvoll wie möglich zu sein, bin mir aber darüber klar, dass ich als Fleischfresser auch inkonsequent bin.
    Warum also mit Steinen werfen, wenn man im Glashaus sitzt. Ich denke, die Ablehnung gegenüber diesem Thema, und somit auch dem Film, entspringt oftmals eher der eigenen Angst und Ekel anstatt des Mitgefühls für die Tiere.
    Wenn diese Leute sich aber dann empören, ist das für mich scheinheilig.
    Nun, dann fallt mal über mich her ;-)
    Rating: 1 / 5

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